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Babyhaut braucht besonderen Schutz vor Sonne

Babyhaut braucht besonderen Schutz vor Sonne

27.05.2010:
Auch wenn in diesem Jahr der Mai noch keine Sommergefühle aufkommen ließ, ist es ist wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema Sonnenschutz fürs Baby auseinander zu setzen. Bio4Baby.de hat dieses Thema für Sie recherchiert und die wichtigsten Informationen übersichtlich zusammengefasst.

Warum Sonnenschutz?

Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Sonnenbränden in der Kindheit, der Anzahl an Muttermalen und späterem Hautkrebs. Demnach erhöht starke UV-Bestrahlung die Wahrscheinlichkeit, dass aus gutartigem Muttermal Hautkrebs entsteht. Ein Schutz vor den UV-Strahlen der Sonne, die Ursache für Sonnenbrand sind, ist somit gerade bei Babys, Kleinkindern und Kindern sehr wichtig.

Warum ist Sonnenschutz fürs Baby besonders wichtig?

Die Gründe, Babyhaut besonders vor der Sonne zu schützen, sind vielfältig:

  • Die Haut der Babys ist wesentlich dünner und reagiert somit empfindlicher auf UV-Strahlung.
  • Das Verhältnis der Hautoberfläche zum restlichen Körpervolumen ist größer als beim erwachsenen Menschen.
  • Babyhaut kann noch keine schützende Hornhaut bilden.
  • Die Produktion des Pigments Melanin zum Schutz der Hautzellen funktioniert noch nicht ausreichend.

Somit führen Sonnenstrahlen auf Babys Haut wesentlich schneller zum Sonnenbrand.

Warum ist Babyhaut anders als bei Erwachsenen vor Sonne zu schützen?

Die Funktion, den Körper durch Schwitzen zu kühlen, ist bei Babys noch nicht ausgeprägt. Der kleine Körper muss das Schwitzen erst lernen. Sonnencreme kann jedoch das Schwitzen zusätzlich erschweren. Das Auftragen von Sonnenschutzcremes sollte demnach nur sehr sparsam, so selten wie möglich und nicht auf dem ganzen Körper erfolgen. Doch nicht nur die Häufigkeit und Intensität der Anwendung von Sonnenschutzcremes sollte bedacht sein, sondern auch die Wahl der Sonnenschutzcreme. Babyhaut reagiert häufig sehr empfindlich auf chemischen Hautschutz und deren Umbauprodukte. Viele Sonnencremes enthalten chemische Filter, Hormone und Allergie auslösende Stoffe (z.B. Duftstoffe), die über die Haut aufgenommen werden können. Aufgrund des größeren Hautanteils bei Babys nehmen diese im Vergleich zum Erwachsenen mehr Chemikalien auf, wenn man sie eincremt.

Wie kann Babyhaut vor Sonnenbrand geschützt werden?

  1. Babyhaut sollte nie der direkten Sonnen ausgesetzt sein
    Sorgen Sie für Sonnenschutz durch Schatten mit langer, lockerer Kleidung oder speziellen Vorkehrungen.
    Nützlich sind Mützen mit umlaufendem Schirm damit Gesicht, Ohren und Nacken vor der Sonne geschützt sind. Schuhe sollten auch den Fußrücken bedecken oder es sollten Socken getragen werden. Ein Sonnenschirm oder ein Sonnensegel am Kinderwagen sind gute Schattenspender.
    Doch Schatten ist nicht gleich Schatten. Ein Indikator für den Schutz vor der gefährlichen Strahlung ist der UV-Schutzfaktor (UPF) (ähnlich dem Lichtschutzfaktor). So beträgt der UV-Schutzfaktor leichter Baumwollkleidung oder der Schatten eines Sonnenschirmes oder Baumes nur UPF 5 - 10.
    Der empfohlene UV-Schutzfaktor ist abhängig vom UV-Index:
    UV-IndexUV-Schutzfaktor (UPF)
    3 bis 4UPF 20
    5 bis 6UPF 20 - 40
    7 bis 8UPF 60 - 80
    9 und mehrUPF 80
  2. Kein Öl auf die Babyhaut an sonnigen Tagen
    Öl macht die Haut noch empfindlicher und sollten an sonnigen Tagen nicht aufgetragen werden.
  3. Sonnencreme nur auf unbedeckte Körperteile
    Auch im Schatten ist man vor den schädigenden UV-Strahlen nicht 100% geschützt. Unbedeckte Körperteile wie Gesicht, Hände, Ohren und Nacken sollten zusätzlich durch Sonnencreme geschützt werden.
  4. Nur spezielle Sonnencreme für empfindliche Babyhaut
    Ein unbedenklicher physikalischer Schutz sollte vor chemischen Schutzfiltern aus oben genannten Gründen bevorzugt werden. Ein solcher physikalischer Lichtschutzfilter ist Sonnenschutzcreme mit mineralischen Zusätzen. So enthält beispielsweise die Sonnenschutzcreme von Lavera Titandioxid, welches sich auf der Haut verteilt und die Strahlen der Sonne reflektiert und nicht in Berührung mit der Haut kommen lässt.
    Bei der Wahl des Lichtschutzfaktors (LSF) hilft der UV-Index. Bei Babys und Kleinkindern sollte der Lichtschutzfaktor der verwendeten Sonnencreme das vier- bis fünffache des UV-Indexes betragen, also: LSF 25 bei UVI 5.

Denken Sie aber daran, dass Sonnencreme in erster Linie dem Schutz der Haut und nicht der Verlängerung des Aufenthalts in der Sonne dient. Auch ist Sonnenschutzcreme keine Garantie dafür, dass Hautkrebs vermieden wird und Babyhaut ist, wie bereits oben erwähnt, sehr empfindlich.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass Ihr Baby auch bei indirektem Sonnenlicht von den heilsamen Kräften der Sonne profitiert und eine zehn bis fünfzehn minütige indirekte Sonneneinstrahlung bereits völlig ausreichend ist, um einem Vitamin-D-Mangel in unseren Breitengraden vorzubeugen.

Einen hoffentlich schönen Sommer wünscht das Bio4Baby.de - Team

Quellen:

  • www.krebshilfe.net
  • www.kinderarzt-augsburg.de
  • www.unserehaut.de
  • www.babyundgesundheit.de
  • www.uvstandard801.de

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